Gesundheitslexikon

Im Folgenden haben wir für Sie interessante Informationen rund um das Thema Gesundheit und richtige Ernährung zusammengestellt.

Vitamin-Lexikon

  •  Vitamin C

    Was ist Vitamin C?
    Vitamin C (Ascorbinsäure) ist eines der bekanntesten und meist untersuchten Vitamine. Im Jahr 1926 gelang dem ungarischen Chemiker A. Szent-Györgyi die Isolierung. 1933 entwickelte Tadeus Reichstein die erste Synthese von Ascorbinsäure. Heute wird Vitamin C in großem Umfang (670.000 t Jahresproduktion weltweit) hergestellt. Das meiste davon geht in die Lebensmittelindustrie als Produktionshilfsstoff.

    Vitamin C-Zufuhr
    Pflanzen und die meisten Tiere können auf enzymatischem Weg Vitamin C selbst herstellen. Da Menschen dieses Enzym nicht besitzen, sind sie auf die Zufuhr von Vitamin C angewiesen.

    Werte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)

    Alter

    mg/Tag

    Säuglinge

    0 bis unter 4 Monate

    50

    4 bis unter 12 Monate

    55

    Kinder

    1 bis unter 4 Jahre

    60

    4 bis unter 7 Jahre

    70

    7 bis unter 10 Jahre

    80

    10 bis unter 13 Jahre

    90

    13 bis unter 15 Jahre

    100

    Jugendliche und Erwachsene

    15 bis 65 Jahre und älter

    100

    Schwangere

    Ab dem 4. Monat

    110

    Stillende

    1

    Diese Empfehlungen der DGE sind absolute Mindestmengen, um gesund zu bleiben. Aufgrund der heutigen Lebensweise und Umweltsituation ist es jedoch ratsam, höhere Mengen aufzunehmen. Bis zu 250 mg. Und bei einer akuten Erkältung können es kurzfristig 1.000 mg und mehr sein.

    Wer braucht Vitamin C?
    Anzeichen für eine Vitamin C-Unterversorgung sind Müdigkeit, erhöhte Infektionsanfälligkeit, Leistungsschwäche, verlangsamte Erholung nach Krankheiten sowie eine schlechtere Wundheilung. Einen erhöhten Bedarf haben Menschen mit hohen körperlichen und geistigen Belastungen, Raucher oder Personen mit erhöhtem Alkoholkonsum. Eine Vitamin C-Supplementation ist auch bei älteren Menschen, die sich einseitig ernähren, bei bestimmten Diäten und bei Jugendlichen mit hohem Fastfood-Konsum erforderlich.

    Funktionen von Vitamin C:
    Vitamin C hat antioxidative, immunstimulierende Wirkungen. Es stabilisiert das Bindegewebe, steigert die Stresstoleranz, verbessert die Eisenresorption und regeneriert verbrauchtes Vitamin E. Ascorbinsäure ist am Cholesterinabbau beteiligt, wirkt bei der Blutgerinnung mit und spielt bei Entgiftungsfunktionen eine Rolle.

    Nebenwirkungen
    Nebenwirkungen sind so gut wie nicht bekannt. Lediglich bei nierengeschädigten Personen ist Vorsicht angesagt. Auch kann bei sehr hohen Einzelgaben vorübergehend eine Diarrhoe (Durchfall) auftreten.

  •  Vitamin E

    Was ist Vitamin E?
    Vitamin E ist der Sammelbegriff für die Familie der fettlöslichen Tocopherole, die 1922 von Evans und Bishop entdeckt wurden. Von den 8 verschiedenen Verbindungen besitzt das alpha-Tocopherol die höchste biologische Aktivität. Vitamin E kann über den Mund (oral) oder in Kosmetika über die Haut (topisch) wirksam sein. Es zählt zu den fettlöslichen, antioxidativen Vitaminen und wird als wichtigster natürlicher Schutzfaktor gegen sogenannte freie Radikale gesehen. Freie Radikale sind aggressive Substanzen, die durch Umweltbelastung außerhalb des Körpers aber auch durch Stoffwechselvorgänge oder Entzündungen im Organismus entstehen. Die reaktionsfreudigen Radikale können im Körper eine Kettenreaktion auslösen und dann unsere Zellen angreifen, sie schädigen und letztendlich zerstören. Vitamin E hat die außerordentliche Fähigkeit, die Körperzellen schädigenden und zerstörenden Radikale zu neutralisieren und damit unschädlich zu machen. Beispiel: Jeder weiß, dass Öle und Fette an der Luft ranzig werden. Ausgelöst wird das durch Sauerstoffradikale, die Fettsäuren angreifen, sie verändern und dadurch ranzig werden lassen. Ist genügend Vitamin E vorhanden, kann dieser Vorgang unterbunden werden.

    Wo kommt Vitamin E vor?
    Pflanzliche Öle wie Sonnenblumen-, Sojakeim-, Weizenkeim- und Maiskeimöl sowie Nüsse haben einen hohen Vitamin E-Gehalt.

    Wofür ist Vitamin E gut?

    Bei rheumatischen Beschwerden (Gelenk-, Rückenbeschwerden, Arthrose) und bei Arteriosklerose (Adernverkalkung). Vielversprechende Ergebnisse wurden auch bei der Krebs- und Alzheimerprophylaxe sowie bei der Verzögerung von allgemeinen Alterungsvorgängen erzielt. In der Kosmetik besitzt Vitamin E hervorragende Eigenschaften bei der Regulierung des Feuchtigkeitshaushalts und beugt dem vorzeitigen Altern der Haut vor.

    Wieviel Vitamin E braucht der Mensch?

    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 12-15 mg Vitamin E (oral). Viele Wissenschaftler weltweit sind sich einig, dass die veränderte Umweltsituation und Lebensweise höhere Mengen von 50-100 mg erfordern. Im therapeutischen Einsatz werden bei Arteriosklerose 100 bis 200 mg, bei rheumatischen Erkrankungen 500 mg und mehr, bei Alzheimer sogar bis zu 2000 mg eingesetzt. Im kosmetischen Bereich haben sich Dosierungen von 3, 10, 15 und 25 Prozent bewährt.

  •  Vitamin A

    Was ist Vitamin A?
    Unter Vitamin A, in der Wissenschaft auch Retinol genannt, wird eine Reihe von Stoffen sehr ähnlicher Strukturen zusammengefasst, die in menschlichen sowie tierischen Geweben vorkommen und vergleichbare Wirkungen zeigen. 1909 wurde Vitamin A entdeckt, 1931 konnte es erstmals isoliert und seine Struktur bestimmt werden. 1947 war es dann möglich, Vitamin A auf chemischem Weg herzustellen, wie es heute hauptsächlich in den Handel kommt.

    Wo kommt Vitamin A vor?
    Vitamin A gehört zur Kategorie der fettlöslichen Vitamine. Es kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor, nicht jedoch in der Pflanzenwelt. Pflanzliche Lebensmittel enthalten nur Carotinoide, eine Vorstufe zum Vitamin A, wobei Beta-Carotin das bekannteste ist.
    Natürliches Vitamin A kommt in erster Linie in Leber, Milchfett (Käse, Butter) Hühnereiern und Fischleberölen vor.

    0,9 mg Vitamin A (Ø Tagesbedarf) sind jeweils enthalten in:
    10 g Leber
    100 g Leberwurst
    150 g Butter
    200 g Camembert, Tunfisch
    300 g Emmentaler, Mozarella
    350 g Gouda
    2000 g Fisch
    3 l Vollmilch

    Wie äußert sich ein VitaminA-Mangel?
    1. Beeinträchtigung des Sehvorgangs (Farbsehen, Nachtblindheit)
    2. Veränderung der Körperhaut und der Schleimhäute mit da durch bedingten Funktionsstörungen
    3. Gestörtes Knochenwachstum
    4. Verschlechterte Zellregeneration
    5. Beeinträchtigung der Spermienentwicklung
    6. Verminderte Stoffwechselaktivität und damit verbunden, verzögertes Wachstum, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust sowie Überfunktion der Schilddrüse

    Zufuhrempfehlung
    Der Vitamin A-Mangel ist weltweit gesehen eine der häufigsten Vitamin-Mangelerkrankungen. Er kommt jedoch fast nur in unterentwickelten Länder dieser Welt vor. Die tägliche Zufuhr von Vitamin A liegt nach DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) für Kinder zwischen 0,6 und 0,8 mg; für Erwachsene Männer bei 1,0 und Frauen bei 0,8 mg; für Schwangere 1,1 mg und für stillende Frauen werden 1,8 mg empfohlen.

    Nebenwirkungen
    Obwohl Vitamin A positive Wirkungen auf die Entwicklung des Embryos hat, wird vor einer Überdosierung bei Frauen im gebärfähigen Alter und in der Schwangerschaft gewarnt.

    Dieser Personenkreis sollte die oben angegebenen Werte nicht überschreiten. Ansonsten können bei stark erhöhten Vitamin A-Gaben über einen längeren Zeitraum starke Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Abschälen der Haut auftreten, wobei nach Absetzen dieser erhöhten Dosen die Symptome wieder verschwinden.

  •  Biotin (Vitamin H)

    Was ist Biotin (Vitamin H)?
    Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe. Es erwies sich als identisch mit Vitamin H (das H steht für Haut) oder Coenzym R. Anfang des letzten Jahrhunderts stellte Wildiers fest, dass Hefen zu ihrem Wachstum einen bestimmten Faktor benötigen, den er Bios nannte. 1936 wurde Biotin aus Eidottern isoliert. Die chemische Struktur wurde zwischen den Jahren 1940 und 1943 aufgeklärt.

    Wo kommt Biotin vor?
    Biotin ist in der Natur weit verbreitet. Zum Teil liegt es in freier Form vor. In tierischer Kost ist es meist eiweißgebunden. Die Konzentration in Lebensmitteln ist sehr gering. Sie bewegt sich im Tausendstel-Gramm- Bereich (µg-Bereich). Die Verwertbarkeit des Biotins im Organismus ist von der Bindungsform abhängig.

    Leber, Milch, Eier sowie Sojabohnen, Nüsse, Blumenkohl und Haferflocken sind gute Biotinquellen.
    50 g Rinderleber
    250 g Haferflocken
    85 g Sojabohnen
    294 g Blumenkohl
    200 g Nüssen
    1 1/4 Liter Milch
    200 g Schweinsleber

    Welche Funktionen hat Biotin?
    Im Organismus ist Biotin an zahlreichen Stoffwechsel-Abläufen beteiligt. Viele Enzyme benötigen Biotin, um ihre Funktion zu erfüllen. Biotin spielt eine wichtige Rolle im Kohlenhydrat- und Energiestoffwechsel und steuert über seine Funktion als Coenzym den Auf- und Abbau der Fettsäuren sowie den Abbau von vier essentiellen Aminosäuren. Am meisten bekannt ist Biotin durch seine positive Wirkung auf die Gesundheit und die Schönheit von Haut, Haaren und Fingernägeln.

    Zufuhrempfehlungen / Bedarf
    Hauptsächlich wird Biotin über die Nahrung zugeführt. Eine sehr geringe Menge dieses Vitamins wird von Bakterien in unserem Dickdarm produziert. Bei der Einschätzung des Biotin-Bedarfs muss berücksichtigt werden, dass der festgestellte Biotingehalt der Nahrungsmittel wegen unterschiedlicher Nachweisverfahren differiert und möglicherweise nicht die gesamte Menge dem Organismus zur Verfügung steht. Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr von Biotin nach DGE

    Altersgruppe

    Biotin (µg/Tag)

    1-6 Jahre

    10 - 15

    7-10 Jahre

    15 - 20

    10-13 Jahre

    20 - 30

    13-15 Jahre

    25 - 35

    Jugendliche und Erwachsene

    30 - 60


    Nebenwirkungen
    Eine Hypervitaminose ist nicht bekannt.

  •  Thiamin (Vitamin B1)

    Thiamin (Vitamin B1)
    Thiamin, dieses oft übersehene, aber unverzichtbare Mitglied der wasserlöslichen B-Vitamine, ist auch als Vitamin B1 bekannt, weil es das erste entdeckte B-Vitamin war und frühzeitig als essentieller Nährstoff erkannt wurde. Nach seiner Entdeckung 1897 konnte es bereits 1926 aus Reisschalen isoliert und 1936 synthetisiert werden.

    Vorkommen
    Vitamin B1 kommt in unterschiedlicher Bindungsform und in relativ geringen Mengen in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Wie die meisten B-Vitamine ist Thiamin vor allem in den Randschichten aller Getreidearten zu finden. Weitere pflanzliche Lieferanten sind Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Nüsse. Von den tierischen Lebensmitteln sind das Muskelfleisch vor allem vom Schwein sowie Innereien wie Leber die besten Thiaminversorger. (Gehalt mg/100 g: Muskelfleisch vom Schwein 0,9, Haferflocken 0,6, Pistazien 0,6, Weizen- und Roggen-Vollkornmehl 0,5). In Gemüse und Obst ist Vitamin B1 relativ gering enthalten.

    Bedarf
    Wie bei den meisten wasserlöslichen Vitaminen wird Thiamin nicht in größeren Mengen gespeichert und muss daher regelmäßig zugeführt werden. Aufgrund der zentralen Stellung im Energiestoffwechsel liegt der Bedarf bei Schwerarbeitern, Sportlern und bei bestimmten Krankheitsbildern höher. Das trifft vor allem auch bei erhöhtem Alkoholkonsum zu. Bedingt durch die gegenwärtigen Ernährungs­gewohnheiten muss Thiamin zu den kritischen Mikronährstoffen gezählt werden, was die optimale Versorgung betrifft.

    Zu wenig Vitamin B1
    Ein leichter Mangel wird oft nicht als solcher erkannt. Entsprechend den biochemischen Funktionen im Stoffwechsel äußert sich ein Vitamin B1-Mangel in zwei Symptombereichen.
    1. Herz- Kreislaufbeschwerden wie Atemnot, Beklemmungsgefühlen, EKG-Veränderungen.
    2. Neurologische Störungen in Form von Nervenleiden mit Sensibilitätsstörungen, Muskelschwäche, -schmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsmangel, verminderte Merkfähigkeit, Reizbarkeit, Angstzustände.
    Die klassische Vitamin B1-Avitaminose Beriberi ist heute kaum noch relevant.

    Zufuhrempfehlung lt. DGE*

    Alter

    mg/Tag
    m    w

    Säuglinge

    0 bis unter 4 Monate

    0,2

    4 bis unter 12 Monate

    0,4

    Kinder

    1 bis unter 4 Jahre

    0,6

    4 bis unter 7 Jahre

    0,8

    7 bis unter 10 Jahre

    1,0

    10 bis unter 13 Jahre

    1,2   1,0

    13 bis unter 15 Jahre

    1,4   1,1

    Jugendliche und Erwachsene

    15 bis unter 25 Jahre

    1,3   1,0

    25 bis unter 51 Jahre

    1,2   1,0

    51 bis unter 65 Jahre

    1,1   1,0

    65 Jahre und älter

    1,0

    Schwangere

    1,2

    Stillende

    1,4

    * DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung)

    Nebenwirkungen
    Thiamin ist untoxisch. Ein Zuviel wird mit dem Urin ausgeschieden.

  •  Vitamin B12

    Was ist Vitamin B12?
    Vitamin B12, in der Wissenschaft auch Cobalamin genannt, war das letzte der bisher entdeckten Vitamine. Ende der 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts wurde eine Substanz identifiziert, die bei Blutarmut erfolgreich angewendet wurde. Die Verwertung von Vitamin B12 im Körper ist, nur dann gewährleistet, wenn genügend Magensäure vorhanden ist. Da der Körper aber in der Lage, ist größere Speicher von Vitamin B12 in der Leber anzulegen, wird eine Magnel oft erst relativ spät erkannt.

    Wie wirkt Vitamin B12?
    Vitamin B12 ist wesentlich an der Bildung neuer Zellen und roter Blutkörperchen beteiligt. Es schützt Nervenzellen, unterstützt die Umwandlung von Nahrung in Energie und spielt eine wichtige Rolle bei der Herstellung genetischen Materials (DNA und RNA) der Zellen. Gemeinsam mit dem Vitamin Folsäure hilft es dem Körper Homozystein zu verarbeiten, einen Stoff, der schon leicht erhöht mit einem Risiko für Herzerkrankungen in Verbindung gebracht wird. Auch im Immunsystem erfüllt Vitamin B12 eine wichtige Rolle.

    Wo kommt Vitamin B12 vor?
    Dieses Vitamin findet sich in erster Linie in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Innereien, Fisch, Eiern und Käse. Auch Sauerkraut und andere milchsauer vergorene pflanzliche Nahrungsmittel enthalten Vitamin B12.

    Zufuhrempfehlung

    Alter

    µg/Tag

    Säuglinge

    0 bis unter 4 Monate

    0,4

    4 bis unter 12 Monate

    0,8

    Kinder

    1 bis unter 4 Jahre

    1,0

    4 bis unter 7 Jahre

    1,5

    7 bis unter 10 Jahre

    1,8

    10 bis unter 13 Jahre

    2,0

    Jugendliche und Erwachsene

    13 bis über 65 Jahre

    3,0

    Schwangere

    3,5

    Stillende

    4,

    Wie äußert sich ein Vitamin B12-Mangel ?
    Zu den Symptomen eines Vitamin B12-Mangels zählen Müdigkeit, Depressionen, Taubheit und Prickeln in den Gliedmaßen aufgrund von Nervenschäden, Muskelschwäche, Verwirrung sowie Anämie (Störung der Blutbildung). Da die Magensäurebildung mit zunehmendem Alter abnimmt, sind besonders ältere Menschen oft mit Vitamin B12 unterversorgt.

    Zuviel Vitamin B12
    Überschüssiges B12 wird rasch über den Urin ausgeschieden. Auch bei sehr hoher Zufuhr sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Mineralstoff-Lexikon

  •  Magnesium

    Magnesium – unentbehrlich!
    Magnesium gehört zu den essenziellen Mineralstoffen. Da es vom Organismus nicht produziert werden kann, muss die Zufuhr über die Nahrung erfolgen. Der Bestand an Magnesium bei Erwachsenen beträgt etwa 20 bis 30 Gramm. Davon sorgen mehr als 50 % in den Knochen und Zähnen für Festigkeit und Stabilität. Der Rest des Magnesiumbestandes befindet sich zu 45 % in den Zellen und zu 5 % im Serum. Dort erfüllt Magnesium lebenswichtige Aufgaben und ist an rund 300 enzymatische Vorgängen beteiligt (Enzyme sind Eiweißstoffe, die wichtige Stoffwechselvorgänge regeln und steuern).

    Welche Funktionen hat Magnesium im Körper? 
    Magnesium ist für viele verschiedene Stoffwechselvorgänge notwendig. Magnesium reguliert die Reizübertragung auf Muskel und Nerven und gewährleistet das reibungslose Funktionieren des gesamten Muskelapparates.

    Wie viel Magnesium braucht der Körper? 
    Der Tagesbedarf an Magnesium liegt für Jugendliche und Erwachsene bei 300 – 400 Milligramm.

    Empfohlene Zufuhr nach DGE:

    Alter

    m (mg/Tag)

    w (mg/Tag)

    1 bis 4 Jahre

    80      

    80

    4 bis 7 Jahre        

    120

    120

    7 bis 10 Jahre

    170

    170

    10 bis 13 Jahre

    230

    250

    13 bis 15 Jahre

    310

    310

    15 bis 19 Jahre

    400

    350

    19 bis 25 Jahre

    400

    310

    25 und älter

    350

    300

    Schwangere

    310

    Stillende

    390

    Wann besteht ein erhöhter Magnesiumbedarf?

    • Bei häufigen Wadenkrämpfen und Muskelverspannungen
    • Diabetiker

    Neben der beeinträchtigten Blutzuckerregulation ist die Nierenfunktion verändert, wodurch besonders bei schlecht eingestelltem Blutzuckerspiegel Magnesiumverluste über den Urin entstehen. Da Magnesium aber eine entscheidende Rolle bei der Wirkung des den Blutzucker regulierenden Insulins spielt, ist besonders bei Diabetikern auf eine ausreichende Magnesiumversorgung zu achten.

    • Bei häufiger Einnahme von Medikamenten

    Entwässerungs- und Abführmittel fördern die Ausscheidung von Magnesium über die Nieren und den Stuhl. Deshalb sollte bei einer länger andauernden Einnahme dieser Mittel auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr geachtet werden.

    • Sportler

    Bei sportlicher Betätigung benötigt der Körper aufgrund der erhöhten Muskelaktivität deutlich mehr Magnesium und zusätzlich wird durch starkes Schwitzen auch mehr Magnesium ausgeschieden.

    • Bei Migräne

    Migräne-Patienten weisen häufig einen Magnesiummangel auf, welcher Verspannungen der Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur verstärkt.

    Wie kommt es zum Mangel?
    Ursachen: Industrielle Bearbeitung der Nahrungsmittel (Weißmehl, geschälter Reis, raffinierter Zucker) sowie magnesiumarme Böden (Ausschwemmung) mindern den Magnesium-Gehalt in den Pflanzen. Weitere Risikofaktoren sind zuviel eiweißreiche Kost (Wurst, Fleisch), Stress und erhöhter Alkoholkonsum.

    Magnesiummangel und seine Auswirkungen
    Eine Magnesiumunterversorgung hat verschiedene Auswirkungen. So z. B. muskuläre Störungen wie Wadenkrämpfe in der Nacht oder beim Sport, Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, Muskelzucken, Lidflattern, Magen-Darm-Spasmen und nächtliches Zähneknirschen. Des weiteren können nervale Störungen auftreten wie Stress, Herzrasen, innere Unruhe, depressive Verstimmung, Kopfschmerz, Migräne, überhöhte Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Herz-Rhythmusstörungen und Schwindel.

    Lebensmittel mit hohem Magnesiumgehalt:
    Vollkornprodukte, Bananen, Kartoffeln, grünes Gemüse, Nüsse.

    Nebenwirkungen:
    Eine Magnesiumtheraphie ist sehr risikoarm. Bei Überdosierung können weiche Stühle oder Durchfall auftreten.

  •  Calcium

    Calcium - ein lebenswichtiger Mineralstoff?
    Calcium hat im menschlichen Körper eine Vielzahl lebenswichtiger Funktionen zu erfüllen. Als festes Salz dient es der Stabilität der Knochen. In gelöstem Zustand als Calciumion ist es an vielen biochemischen Reaktionen beteiligt.

    Wie viel Calcium ist im Körper?
    Rund 2 Prozent des Körpergewichtes eines Erwachsenen sind reines Calcium. Davon sind wiederum 99 Prozent, das entspricht etwa 1 – 1,5 kg, in den Knochen gebunden. Das restliche Prozent findet sich in gelöster Form in den Zellen und im Blut.

    Welche Aufgaben hat Calcium?
    Die Masse des Calciums ist für die Festigkeit des Skeletts verantwortlich und ermöglicht so im Zusammenspiel mit Muskeln und Sehnen die Beweglichkeit. Gleichzeitig dient das in den Knochen und Zähnen eingelagerte Calcium als Depot, um den Calciumspiegel im Blut im Gleichgewicht zu halten. Schon geringe Schwankungen, die über 10 % liegen, können lebensbedrohend sein. Das unterstreicht die Wichtigkeit des gelösten Anteils an Calcium im Organismus. Dort stabilisiert es die Zellmembranen und spielt eine wichtige Rolle beim Stoffaustausch der Zellen. In diesem Zusammenhang sieht die Wissenschaft auch die positive Wirkweise von Calcium bei Allergien. Calcium ist auch an der intrazellulären Signalübermittlung und der Reizübertragung beteiligt und hat Einfluss auf die Blutgerinnung.

    Calcium sollte man jeden Tag zu sich nehmen!
    Da ein erwachsener Mensch täglich etwa ein drittel Gramm dieses Minerals verliert, gehört Calcium zu den Stoffen, die dem Körper regelmäßig zugeführt werden müssen. Die Messung eines Mangels ist schwierig, weil fehlendes Calcium jederzeit aus den Knochen freigesetzt werden kann. Um eine Unterversorgung zu vermeiden, gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) folgende Zufuhrempfehlung:

    Altersgruppe

    Calcium (mg/Tag)

    0 – unter 4 Monate

    220

    4 – unter 12 Monate

    400

    1 – unter 4 Jahre

    600

    4 – unter 7 Jahre

    700

    7 – unter 10 Jahre

    900

    10 – unter 13 Jahre

    1.100

    13 – unter 19 Jahre

    1.200

    19 Jahre und älter

    1.000

    Schwangere und Stillende

    1.000


    Welche Nahrungsmittel enthalten viel Calcium?

    Lebensmittel

    Calcium mg/100g

    Vollmilch 3,5%

    120

    Joghurt 3,5%

    120

    Bergkäse 45%

    1.200

    Emmentaler

    1.020

    Gouda 45%

    900

    Mohnsamen

    1.448

    Sojabohnen

    250

    Zuckererbse

    310

    Nebenwirkungen
    Eine Überdosierung von Calcium ist in der Regel folgenlos. Bei Niereninsuffizienz und langfristiger Einnahme kann es zu einer Erhöhung der Calciumkonzentration im Blut und zu einer vermehrten Calciumausscheidung im Urin kommen.

  •  Zink

    Wozu braucht der Körper Zink?
    Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement und nach Eisen das zweithäufigste im menschlichen Organismus. In seiner Bedeutung für den Menschen ist es erst in den letzten 30 bis 40 Jahren systematisch erforscht worden. Als zentraler Bestandteil von über 300 Enzymen (Biokatalysatoren), die für das Starten und Stoppen nahezu aller Stoffwechselprozesse zuständig sind, ist Zink unentbehrlich.

    Wo kommt Zink vor?
    Wichtige Zinkquellen sind Fleischwaren, Milchprodukte, Eier und Getreideprodukte. Sie liefern 80 Prozent des Zinks aus Nahrungsmitteln. Die Verwertbarkeit des Spurenelements ist dabei von der Art der aufgenommenen Nahrung abhängig. Tierische Lebensmittel tragen im Gegensatz zu ballaststoffreicher, phytinsäurehaltiger pflanzlicher Kost verstärkt zur Zinkaufnahme bei.

    Zufuhrempfehlung/Bedarf
    Da Zink vom Körper nicht selbst gebildet werden kann, muss es mit der Nahrung zugeführt werden. Der Zinkbestand im Organismus eines gesunden Menschen beträgt zirka 2 g, wobei sich ungefähr 70 % davon in Knochen, Haut und Haaren befinden. Laut Weltgesundheits-Organisation (WHO) gehört Zink zu den Haupt-Mangelelementen.
    Eine kontinuierliche Zinkzufuhr ist nötig, da der Körper keine großen Zinkspeicher zur Mobilisierung bei Mangelversorgung enthält.

    Empfohlene Zufuhr von Zink

    Alter 

    m (mg/Tag)

    w (mg/Tag)

    Säuglinge

    0 bis unter 12 Monate

    1-2

    1-2

    Kinder

    1 bis unter 4 Jahre

    3

    3

    4 bis unter 7 Jahre

    5

    5

    7 bis unter 10 Jahr

    7

    7

    10 bis unter 13 Jahre

    9

    7

    13 bis unter 15 Jahre

    9,5

    7

    Jugendliche und Erwachsene

    15 und älter

    10

    7

    Schwangere

    10

    Stillende

    10

    Symptome eines Zinkmangels
    Zinkmangel führt zu einer Vielzahl von biochemischen und zellulären Veränderungen im Körper.

    Nebenwirkungen
    Oral aufgenommene Zinkverbindungen sind wenig toxisch. Erst die Aufnahme von 1-2 Gramm Zinksulfat führt zu Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen oder Durchfall.

  •  Folsäure

    Sooft sich in unserem Körper Zellen teilen und neu bilden, ist die Folsäure daran beteiligt. Sie spielt eine besondere Rolle in der gesunden Entwicklung der Ungeborenen, trägt aber auch zur Produktion wichtiger Stoffe für Gehirn, Nervensystem und Muskeln bei.

    Was ist Folsäure?
    Dieses wasserlösliche Vitamin wurde in den 40er-Jahren entdeckt (im Spinat) und kann vom Körper nur schlecht gespeichert werden. Lange Lagerung, Licht und Kochen zerstören bis zur Hälfte der Folsäure aus der Nahrung.
    Folsäure wirkt zusammen mit Vitamin B6 und B12, weshalb auch diese Vitamine ausreichend aufgenommen werden sollten.

    Wie wirkt Folsäure?
    Folsäure wird im Körper ständig gebraucht, um Blutzellen herzustellen, Wunden zu heilen, Muskeln aufzubauen sowie bei jedem Prozess, der auf Zellteilung beruht. Für die Bildung von DNA und RNA, den Trägern der Erbinformation in unseren Zellen, ist Folsäure unerlässlich, da sie eine normale Zellteilung gewährleistet.

    Wo kommt Folsäure vor?
    Ausgezeichnete Nahrungsquellen sind grünes Gemüse (man bezeichnet deshalb Folsäure und Vitamin B6 und B12 auch gerne als „Grüne Vitamine“), Bohnen, Vollkornprodukte. Manche Produkte wie Frühstücksflocken und Salz sind mittlerweile mit Folsäure angereichert.

    Wie äußert sich ein Mangel?

    • Bei einseitiger Ernährung, hohem Alkoholkonsum, Wachstum, in der Stillzeit:
      Anämie, schwache Immunabwehr, Schleimhautveränderungen, Fruchtbarkeitsstörungen
    • Zusätzlich bei Schwangerschaft:
      Folsäure ist wichtig für die Zellteilung, vor allem bei raschem Wachstum. Deshalb ist bei Kinderwunsch und in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft auf eine ausreichende Versorgung zu achten, um schwere Geburtsfehler wie Neuralrohrdefekte („offener Rücken“), Gaumenspalten oder gar Fehlgeburten zu vermeiden.

    In letzter Zeit wurde auch der Einfluss des Vitamins auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen diskutiert. Dabei geht es um Homocystein, ein Blutbestandteil, der in hohen Konzentrationen ein Risikofaktor für Schlaganfall und Herzinfarkt sein kann. Folsäure soll den Homocysteinspiegel positiv beeinflussen und somit indirekt z.B. vor Herzinfarkt schützen.

    Zufuhrempfehlungen
    Erwachsenen wird empfohlen, 0,4 mg Folsäure täglich aus der Nahrung aufzunehmen. Frauen, die schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sollten täglich 0,4 mg Folsäure zusätzlich einnehmen. Für ältere Menschen, deren Nahrung nicht ausreichend von diesem Vitamin enthält, sind Nahrungsergänzungsmittel wichtig (am besten mit Vitamin B12).

  •  Citrus-Flavonoide

    Was sind Flavonoide?
    Sekundäre Pflanzenstoffe (auch Phytamine genannt) sind natürliche Bestandteile von Pflanzen. Obwohl sie weder Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente noch Ballaststoffe sind, entfalten sie eine biologische Wirkung in unserem Körper. Sekundäre Pflanzenstoffe haben nachweislich verschiedenste Wirkungen auf den menschlichen Körper. Sie sind an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt und können z. B. antioxidative, antibakterielle und antivirale Wirkungen besitzen. Zu den wichtigsten Vertretern der sekundären Pflanzenstoffe zählen die Flavonoide:

    • Spuren dieser großen Wirkstoffgruppe sind in fast allen Pflanzen zu finden. Die meisten Flavonoide sind farblos, viele jedoch sind für die leuchtenden Farben von Obst und Gemüse verantwortlich.
    • Flavonoide werden über den Verzehr von Obst und Gemüse aufgenommen, aber auch Tee und Wein (besonders Rotwein) enthalten Phytamine.
    • Bisher wurden über 5.000 verschiedene Flavonoide identifiziert.

    Was sind Citrus-Flavonoide?

    • Citrus-Flavonoide sind natürliche Pflanzen-Pigmente und kommen vor allem in den weißen Teilen der Schalen von Zitrusfrüchten (Zitronen, Orangen, Grapefruits) vor

    Wie wirken Citrus-Flavonoide im Körper?

    • Citrus-Flavonoide besitzen antioxidative Eigenschaften und zählen zu den stärksten Antioxidantien der Natur. Diese Flavonoide sind in der Lage, freie Radikale zu neutralisieren. Freie Radikale sind instabile Moleküle, die Zellschäden hervorrufen und so das Entstehen von bestimmten Erkrankungen begünstigen können.
    • Citrus-Flavonoide fungieren als unverzichtbare Helfer des Vitamin C. Vitamin C unterstützt die körpereigene Immunabwehr und stärkt die Abwehrkräfte. Zusammen bilden sie ein äußerst effektives Team, indem die Citrus-Flavonoide verhindern, dass Vitamin C frühzeitig vom Körper abgebaut wird und so viel von seinen nützlichen Wirkungen einbüßt. Daher gelten Citrus-Flavonoide auch als natürliche „Vitaminverstärker“.
    • Aus den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen lässt sich die Empfehlung ableiten, Vitamin C möglichst immer zusammen mit Citrus-Flavonoiden aufzunehmen – wie es natürlicherweise beim Verzehr von Orangen, Pampelmusen oder unserem Produkt Hermes Cevitt® Heiße Zitrone auch geschieht.

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