Arzneimittel oder Nährstoff: Bei Höchstgrenzen ist Unterscheidung unerlässlich
14. Februar 2006
Vitamine sind lebensnotwendig. Das gilt für gesunde und kranke Menschen gleichermaßen. Allerdings mit einem wesentlichen Unterschied: Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern benötigen unter Umständen wesentlich höhere Tagesdosen als gesunde Menschen und müssen daher auf Arzneimittel zurückgreifen.
Nun hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA) Obergrenzen für Vitamine und Mineralstoffe festgelegt und damit Verunsicherung bei betroffenen Patienten provoziert. So liegt der ESFA-Grenzwert unter der für Rheuma-Patienten empfohlenen Vitamin-E-Dosis von 500 bis 1000 I.E. Näheres Hinschauen jedoch lohnt. Denn die von der ESFA definierte Obergrenze ist die höchste Menge eines Nährstoffes in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln, die ein gesunder Erwachsener lebenslang täglich verzehren kann, ohne dass gesundheitliche Risiken zu befürchten sind.
Vitamin-E-Arzneimittel sind von dieser Höchstmenge ausdrücklich ausgenommen. Bei Fragen sollte man sich an den Arzt oder Apotheker wenden.
Kontakt
Dr. Andreas Erber
Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 089-79 102 138
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