Hoch dosiertes Vitamin E ist als Arzneimittel sicher


05. März 2007

Wer als Patient auf die gezielte Behandlung mit hoch dosiertem Vitamin E als Arzneimittel setzt, ist sicher. Darauf machen Mediziner ausdrücklich aufmerksam, nachdem antioxidative Vitamine in einer jüngst veröffentlichen Metaanalyse von Wissenschaftlern der Universität Kopenhagen in die Kritik geraten sind. „Es steht zu befürchten, dass nicht klar zwischen prophylaktisch eingenommenen Vitamincocktails als Nahrungsergänzung und therapeutisch begründetem Einsatz von Vitamin E als zugelassenes Arzneimittel unterschieden wird“, warnt Dr. Erwin Häringer, niedergelassener Arzt in München. „Patienten, die einen therapeutischen Nutzen haben, sollten sich nicht verunsichern lassen.“

Nicht umsonst hat beispielsweise Vitamin E bei rheumatologisch tätigen Ärzten einen festen Stellenwert: So bewerten drei Viertel der Rheumatologen in Deutschland den Therapieerfolg mit Vitamin E positiv. Ein weiterer klinisch relevanter Zusatznutzen von Vitamin E ist die Möglichkeit, Standardmedikamente wie nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) im Rahmen einer Kombinationsbehandlung niedriger zu dosieren. „Insbesondere Patienten, die nach Ein­nahme des NSAR ausgeprägte gastrointestinale Komplikationen entwickeln, können von einer begleitenden Einnahme von Vitamin E deutlich profitieren“, erklärt Dr. Erwin Häringer. Patienten, die verunsichert werden und ihre Therapie abbrechen, müssen demzufolge sogar mit schwerwiegenderen Nebenwirkungen infolge einer gegebenenfalls zu erhöhenden NSAR-Dosierung rechnen. „Ich rate Betroffenen, sich sorgfältig zu informieren. Vitamine in Form von zugelassenen Arzneimitteln haben einen therapeutischen Stellenwert und sollten nicht mit dubiosen Vitamin-Cocktails verwechselt werden.“

Kontakt
Dr. Andreas Erber
Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 089-79 102 138


Neuigkeiten vom Unternehmen