Interview mit Prof Dr. Bretz

Mit dem Thema Rheuma befasst sich auch das folgende Interview, welches das Kuratorium THERA-FIT für ganzheitliche Prävention mit seinem wissenschaftlichen Beirat Herrn Prof. Dr. Bretz führte.
INTERVIEW mit Prof. Dr. Bretz
Geführt vom Kuratorium THERA-FIT für ganzheitliche Prävention
Rheuma plagt die Bundesbürger wie kein zweites Leiden. Die Ursachen für Rheuma sind vielfältig, die Heilungsmöglichkeiten nicht besonders gut. Vitamin E jedoch kann helfen, die Beschwerden bei Rheuma zu lindern.
Kuratorium Thera-fit: Herr Prof. Bretz, was ist eigentlich Rheuma?
Prof. Dr. Bretz: Rheuma ist genau genommen keine einzelne Krankheit, sondern eine Ansammlung von verschiedenen Krankheitsbildern. Die verhängnisvolle Entwicklung kann an vielen Stellen des Körpers passieren: Hauptsächlich an Muskeln, Gelenken oder Sehnen, aber sogar auch am Herzen.
Kuratorium Thera-fit: Wie behält der Laie da den Überblick?
Prof. Dr. Bretz: Man kann vier große Gruppen unterscheiden:
1. Entzündlichen Rheumatismus, zum Beispiel Arthritis,
2. Rheumatismus durch Abnutzung, zum Beispiel Arthrose,
3. Weichteilrheumatismus, zum Beispiel Fibromyalgie und
4. Stoffwechselbeschwerden mit rheumatischen Beschwerden, zum Beispiel Gicht.
Dazwischen gibt es noch bis zu 450 verschiedene Untergruppierungen. Also wahrlich eine vielschichtige Erkrankung.
Kuratorium Thera-fit: Wie äußert sich denn nun Rheuma an den Gelenken?
Prof. Dr. Bretz: Leider als besonders schmerzhafte Form des Rheumas. Wenn sich die Gelenke entzünden, spricht man von rheumatoider Arthritis oder auch chronischer Polyarthritis, was die Sache noch besser beschreibt: ?Arthritis? bedeutet Gelenkentzündung, ?chronisch? steht für die lange Dauer und ?poly? für die Vielzahl der betroffenen Gelenke. Allein in Deutschland rechnet man mit mehr als 800.000 Erkrankten.
Kuratorium Thera-fit: Wie kommt es denn nun zur chronischen Polyarthritis? Warum entzünden sich die Gelenke überhaupt?
Prof. Dr. Bretz: Dass dies bei der rheumatoiden Arthritis passiert, daran ist vermutlich auch das körpereigene Abwehrsystem beteiligt: Es kann nämlich passieren, dass das Immunsystem gegen bestimmte Strukturen des eigenen Körpers kämpft und ihn so an bestimmten Stellen zerstört.
Kuratorium Thera-fit: Was passiert dann und was verursacht die Schmerzen?
Prof. Dr. Bretz: Bei der chronischen Arthritis zerstört die Entzündung nicht nur die Gelenke, sondern auch Knorpel, Bänder und Sehnen. Die Folge: Das Gelenk kann sich schlechter bewegen.
Kuratorium Thera-fit: Wie reagiert der Körper?
Prof. Dr. Bretz: Das kann man folgendermaßen veranschaulichen. Der Körper versucht, die Veränderungen am ?Fundament? auszugleichen, indem er die ?Architektur? umgestaltet, sozusagen einen Umbau des Gelenks und seiner zugehörigen Strukturen vornimmt. Dies löst aber andauernde Warnmeldungen aus, dass im Körper etwas nicht so ist, wie es sein sollte und diese Warnmeldungen, das sind dann die andauernden Schmerzen.
Kuratorium Thera-fit: Wie stellt man fest, ob man an chronischer Polyarthritis leidet?
Prof. Dr. Bretz: Anfangs sind nur die kleinen Finger- und Zehengelenke betroffen. Der Beginn ist meist plötzlich, die Gelenke schwellen an, sind überwärmt und schmerzen. Typisch ist auch, dass die stärkste Ausprägung der Beschwerden am Morgen zu verzeichnen ist. Das bezeichnet man dann als ?Morgensteife?. Im Laufe der Zeit werden dann immer mehr Gelenke befallen.
Kuratorium Thera-fit: Wie wird die genaue Diagnose gestellt?
Prof. Dr. Bretz: Zum Beispiel anhand der eben genannten Symptome und spezieller, weiterführender diagnostischer Untersuchungen beim Arzt.
Kuratorium Thera-fit: Welchen Nutzen hat nun Vitamin E in der Rheumatherapie?
Prof. Dr. Bretz: Bedeutende Mitverursacher rheumatischer Erkrankungen sind die so genannten ?Freien Radikale'. Diese entstehen immer da, wo Sauerstoff verbraucht wird, also sozusagen überall im menschlichen Körper. Freie Radikale wirken zerstörerisch: Sie lassen die Haut altern, zerstören Zellen und schädigen das Erbgut. Bei Entzündungen in den Gelenken treten vermehrt freie Radikale auf und verstärken häufig die Beschwerden. Sie sind ein Grund dafür, dass rheumatische Erkrankungen fast nie wirklich heilen, sondern immer schlimmer werden. Vitamin E ist in der Lage, freie Radikale zu vernichten. Dadurch kann Vitamin E Entzündungen positiv beeinflussen und den Gelenkverschleiß verlangsamen.
Kuratorium Thera-fit: Genügt da nicht die Menge an Vitamin E, die der Organismus über die normale Ernährung zugeführt bekommt?
Prof. Dr. Bretz: Rheuma verringert den Vitamin-E-Gehalt im Organismus, denn der bei Rheuma in den Gelenken ablaufende Entzündungsprozess verbraucht verstärkt Vitamin E. Eine erhöhte Vitamin-E-Zufuhr ist also äußerst sinnvoll.
Kuratorium Thera-fit: Aber die Schmerzen bleiben?
Prof. Dr. Bretz: Unter Vitamin-E-Gabe werden sie geringer, weil Vitamin E durch die Reduzierung der Anteile freier Radikale im Gelenk den gesamten Entzündungsprozess positiv beeinflusst. Diskutiert wird auch eine direkte Einflussnahme von Vitamine E auf die Schmerzentwicklung im Sinne einer Verminderung der Beschwerden. Eine Vitamin-E-Substitution bei Rheuma bedeutet eine sanfte Linderung der Schmerzen. Der Einsatz starker Schmerzmittel wird dadurch nicht gänzlich obsolet, kann aber signifikant reduziert werden. Das heißt natürlich auch: Weniger Nebenwirkungen durch starke Schmerzmittel. Voraussetzung ist allerdings eine längerfristige Zufuhr von Vitamin E in ausreichend hoher Dosierung.
Kuratorium Thera-fit: In welcher Dosierung sollte Vitamin E bei Rheuma zugeführt werden?
Prof. Dr. Bretz: Viele wissenschaftliche Studien zeigen, dass pflanzliches Vitamin E in einer Dosis von mind. 500 I. E. erfolgreich eingesetzt wird. Bei starken Beschwerden ist eine Dosierung von 1.000 I. E. für eine Gelenk-Kur sinnvoll. Bei Vitamin-E-Präparaten aus der Apotheke liegt der Wirkstoff als Arzneimittel in optimal abgestimmter Menge (500 I. E. oder 1000 I. E.) und geprüfter Qualität vor.
Anmerkung: Das Interview mit Prof. Dr. Bretz wurde vom Kuratorium Thera-fit für ganzheitliche Prävention in Bad Nauheim durchgeführt.
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